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	<title>begleiten – beraten</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Apr 2012 09:33:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Was also kann Therapie tun?
Therapie ist, wie jede andere Begegnung auch, eine potentielle ICH-DU-Begegnung. Gleichwohl der Therapeut ICH-DU-Begegnung nicht „herstellen“ kann, so kann er doch Bedingungen schaffen, innerhalb derer sie sich einfinden mag, bzw. er kann solche Bedingungen aus der Welt schaffen und so ihr mögliches Geschehen verhindern. – Eben dies, nicht mehr, aber auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><em><span style="color: #993300">Was also kann Therapie tun?</span></em></h2>
<p>Therapie ist, wie jede andere Begegnung auch, eine potentielle ICH-DU-Begegnung. Gleichwohl der Therapeut ICH-DU-Begegnung nicht „herstellen“ kann, so kann er doch Bedingungen schaffen, innerhalb derer sie sich einfinden mag, bzw. er kann solche Bedingungen aus der Welt schaffen und so ihr mögliches Geschehen verhindern. – Eben dies, nicht mehr, aber auch nicht weniger, ist die Aufgabe des Therapeuten.</p>
<p>Collin G. Goldner, Vortrag zur Philosophie Martin Bubers in: Ich und Du, Kontakt – Begegnung – Beziehung, Dokumentation Münchner Gestalt-Tage 88</p>
]]></content:encoded>
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		<title></title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 12:41:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[ICH und DU

„I do my thing, I am I,
you do your thing, you are you.
I am not in this world to live up to your expactations,
neither are you to live up to mine.
I am I und you are you
and if by chance we find each other, is‘s beautiful,
if not, it can‘t be helped.“

„Gestaltgebet“ (Fritz Perls [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><em><span style="color: #993300">ICH und DU</span></em></h2>
<p><!-- p { margin-bottom: 0.21cm; } --></p>
<p style="margin-bottom: 0cm" align="LEFT">„<span style="font-size: small">I do my thing, I am I,</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm" align="LEFT"><span style="font-size: small">you do your thing, you are you.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm" align="LEFT"><span style="font-size: small">I am not in this world to live up to your expactations,</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm" align="LEFT"><span style="font-size: small">neither are you to live up to mine.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm" align="LEFT"><span style="font-size: small">I am I und you are you</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm" align="LEFT"><span style="font-size: small">and if by chance we find each other, is‘s beautiful,</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm"><span style="font-size: small">if not, it can‘t be helped.“</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<address><span style="color: #999999">„<span style="font-size: small">Gestaltgebet“ (Fritz Perls 1976)</span></span></address>
<address><span style="font-size: small"><br />
</span></address>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">Wenn DU und ICH uns begegnen, wünsche ICH mir, all das Wissen um dich (DU) vergessen zu können. Ansonsten habe ICH bereits ein Bild von dir (DU) und das hindert mich daran, zu sehen, zu spüren, zu fühlen, wahrzunehmen wer DU bist, wie DU bist. So kann das (Da)zwischen nicht entstehen, kann keine Beziehung wachsen. Bilder verhindern Beziehung, seien es Traum- oder Feindbilder.</p>
]]></content:encoded>
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		<title></title>
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		<pubDate>Mon, 14 Feb 2011 13:59:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Frank-M. Staemmler schreibt in „Heilende Beziehung. Dialogische Gestalttherapie“, Hg. Erhard Doubrawa/Frank-M. Staemmler, Peter Hammer Verlag: „Veränderlichkeit bringt die Unsicherheit mit sich, nicht zu wissen, was im nächsten Moment, am nächsten Tag oder im nächsten Jahr sein wird. Diese Unsicherheit zu kultivieren, heißt optimistisch zu werden und Veränderung selbst dann für möglich zu halten, wenn man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frank-M. Staemmler schreibt in „Heilende Beziehung. Dialogische Gestalttherapie“, Hg. Erhard Doubrawa/Frank-M. Staemmler, Peter Hammer Verlag: „Veränderlichkeit bringt die Unsicherheit mit sich, nicht zu wissen, was im nächsten Moment, am nächsten Tag oder im nächsten Jahr sein wird. Diese Unsicherheit zu kultivieren, heißt optimistisch zu werden und Veränderung selbst dann für möglich zu halten, wenn man sie (noch) nicht erkennen kann.“</p>
<p>Bertolt Brecht hat es bildhaft so gesagt:</p>
<h2><span style="color: #993300"><em>Die Folgen der Sicherheit</em></span></h2>
<p>Ich höre, du willst</p>
<p>Deinen Wagen noch einmal wenden an der Stelle</p>
<p>Wo du ihn schon einmal gewendet hast. Dort</p>
<p>War der Boden hart.</p>
<p>Tue es nicht! Bedenke</p>
<p>Indem du deinen Wagen gewendet hast</p>
<p>Sind Furchen in den Boden gekommen. Jetzt</p>
<p>Wird dein Wagen dort steckenbleiben.</p>
]]></content:encoded>
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		<title></title>
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		<pubDate>Wed, 22 Dec 2010 11:44:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine ernste Frage
Im ersten Schnee
der früh fiel
dieses Jahr
spielen drei Jungen
Krieg.
Pengpeng
rufen sie
fallen und
stehen gleich wieder auf.
Den Schnee von den
Kleidern schüttelnd
fragt einer von ihnen:
Wie spielt man
eigentlich
Frieden?
Axel Kutsch, geboren 1945 in Bad Salzungen, lebt in Bergheim/Erft.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><em><span style="color: #993300">Eine ernste Frage</span></em></h2>
<p>Im ersten Schnee<br />
der früh fiel<br />
dieses Jahr<br />
spielen drei Jungen<br />
Krieg.<br />
Pengpeng<br />
rufen sie<br />
fallen und<br />
stehen gleich wieder auf.</p>
<p>Den Schnee von den<br />
Kleidern schüttelnd<br />
fragt einer von ihnen:<br />
Wie spielt man<br />
eigentlich<br />
Frieden?</p>
<p><span style="color: #808080">Axel Kutsch, geboren 1945 in Bad Salzungen, lebt in Bergheim/Erft.</span></p>
]]></content:encoded>
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		<title></title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 08:28:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://begleiten-beraten.de/wp/?p=87</guid>
		<description><![CDATA[Bitte
Wir werden eingetaucht und mit dem Wasser der Sintflut gewaschen
wir werden durchnässt bis auf die Herzhaut
Der Wunsch nach Landschaft diesseits der Tränengrenze taugt nicht
der Wunsch, den Blütenfrühling zu halten
der Wunsch, verschont zu bleiben
taugt nicht
Es taugt die Bitte
dass bei Sonnenaufgang die Taube den Zweig vom Ölbaum bringe
Dass die Frucht so bunt wie die Blüte sei
dass noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><span style="color: #993300"><em>Bitte</em></span></h2>
<p>Wir werden eingetaucht und mit dem Wasser der Sintflut gewaschen</p>
<p>wir werden durchnässt bis auf die Herzhaut</p>
<p>Der Wunsch nach Landschaft diesseits der Tränengrenze taugt nicht</p>
<p>der Wunsch, den Blütenfrühling zu halten</p>
<p>der Wunsch, verschont zu bleiben</p>
<p>taugt nicht</p>
<p>Es taugt die Bitte</p>
<p>dass bei Sonnenaufgang die Taube den Zweig vom Ölbaum bringe</p>
<p>Dass die Frucht so bunt wie die Blüte sei</p>
<p>dass noch die Blätter der Rose am Boden eine leuchtende Krone bilden</p>
<p>Und dass wir aus der Flut</p>
<p>dass wir aus der Löwengrube und dem feurigen Ofen</p>
<p>immer versehrter und immer heiler</p>
<p>stets von neuem</p>
<p>zu uns selbst entlassen werden</p>
<p><span style="color: #999999">Hilde Domin</span></p>
]]></content:encoded>
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		<title></title>
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		<pubDate>Tue, 11 May 2010 13:17:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[hoffnung
seiderä schdund schaui zum himml nauf
und zäbrechmä inn kubf ibä
ä klanns weiß wölkla
des wos scho lang widdä fodd is
ohne des klanne weiße wölkla
is dä himml blouß nu halb su blau
Fitzgerald Kusz, geboren 1944 in Nürnberg, lebt dort.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><span style="color: #993300"><em>hoffnung</em></span></h2>
<p>seiderä schdund schaui zum himml nauf<br />
und zäbrechmä inn kubf ibä<br />
ä klanns weiß wölkla<br />
des wos scho lang widdä fodd is</p>
<p>ohne des klanne weiße wölkla<br />
is dä himml blouß nu halb su blau</p>
<p><span style="color: #888888">Fitzgerald Kusz, geboren 1944 in Nürnberg, lebt dort.</span></p>
]]></content:encoded>
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		<title></title>
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		<pubDate>Tue, 04 May 2010 13:01:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://begleiten-beraten.de/wp/?p=73</guid>
		<description><![CDATA[Ein Stuhl
Ein Stuhl, allein. Was braucht er? Einen Tisch!
Auf dem Tisch liegen Brot, Käse, Birnen, steht ein gefülltes Glas. Tisch und Stuhl, was brauchen sie?
Ein Zimmer, in der Ecke ein Bett, an der Wand einen Schrank, dem Schrank gegenüber ein Fenster, im Fenster einen Baum. Tisch, Stuhl, Zimmer &#8230; Was brauchen sie? Einen Menschen.
Der Mensch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><span style="color: #993300"><em>Ein Stuhl</em></span></h2>
<p>Ein Stuhl, allein. Was braucht er? Einen Tisch!</p>
<p>Auf dem Tisch liegen Brot, Käse, Birnen, steht ein gefülltes Glas. Tisch und Stuhl, was brauchen sie?</p>
<p>Ein Zimmer, in der Ecke ein Bett, an der Wand einen Schrank, dem Schrank gegenüber ein Fenster, im Fenster einen Baum. Tisch, Stuhl, Zimmer &#8230; Was brauchen sie? Einen Menschen.</p>
<p>Der Mensch sitzt auf dem Stuhl, am Tisch, schaut aus dem Fenster und ist traurig. Was braucht er?</p>
<p><span style="color: #999999"><em>Hans Manz</em></span></p>
]]></content:encoded>
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		<title></title>
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		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 09:18:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Steinig ist der Weg und verschlungen, uneben ist er – mal bergauf, mal tief hinunter –, manchmal beklemmend eng, dann wieder Angst machend weit; endlos scheint er oft, dann wieder viel zu kurz. Abschnitte gibt es, da finde ich Halt. An anderer Stelle suche ich vergebens danach. – Fragen nach dem Sinn – Begegnungen – [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Steinig ist der Weg und verschlungen, uneben ist er – mal bergauf, mal tief hinunter –, manchmal beklemmend eng, dann wieder Angst machend weit; endlos scheint er oft, dann wieder viel zu kurz. Abschnitte gibt es, da finde ich Halt. An anderer Stelle suche ich vergebens danach. – Fragen nach dem Sinn – Begegnungen – Nähe, Geborgenheit – Ferne, Einsamkeit – Hoffnung und Zuversicht – Verzweiflung, Wut und Trauer  &#8230;</p>
<h2><em><span style="color: #993300">Weg zur Versöhnung</span></em></h2>
<p>Geh ohne Waffen <span style="color: #993300"><strong>| </strong></span>ohne den Schutz der Ausflüchte <span style="color: #993300"><strong>| </strong></span>der Entschuldigungen <span style="color: #993300"><strong>| </strong></span>der Behauptungen<span style="color: #993300"><strong> | </strong></span>des Nicht-Wissens, des eigenen Leides<strong> </strong><span style="color: #993300"><strong>| </strong></span>Geh mit ausgestreckten Händen<strong> </strong><span style="color: #993300"><strong>| </strong></span>die nichts als dein Bereitsein für den Frieden tragen<strong> </strong><span style="color: #993300"><strong>| </strong></span>Geh mit einem Herzen<strong> </strong><span style="color: #993300"><strong>| </strong></span>das Heimat geben will dem Anderssein<strong> </strong><span style="color: #993300"><strong>| </strong></span>dem fremden Hoffen<strong> </strong><span style="color: #993300"><strong>| </strong></span>dem Rufen nach Gerechtigkeit<strong> </strong><span style="color: #993300"><strong>| </strong></span> den brüderlichen Lasten – So gehe! ER/SIE/ES wird bei dir sein.</p>
]]></content:encoded>
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		<title></title>
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		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 08:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese Worte von Dorothee Sölle begegneten mir gestern:
Keinen tag
&#8230;
Keinen tag soll es geben
an dem du sagen musst
niemand ist da der mir kraft gibt zum widerstand
keinen tag soll es geben
an dem du sagen musst
niemand ist da der mir mut macht zum ungehorsam
keinen tag soll es geben
an dem du sagen musst
ich halte es nicht mehr aus
&#8230;
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Worte von Dorothee Sölle begegneten mir gestern:</p>
<h2><span style="color: #993300"><em>Keinen tag</em></span></h2>
<p>&#8230;</p>
<p>Keinen tag soll es geben</p>
<p>an dem du sagen musst</p>
<p>niemand ist da der mir kraft gibt zum widerstand</p>
<p>keinen tag soll es geben</p>
<p>an dem du sagen musst</p>
<p>niemand ist da der mir mut macht zum ungehorsam</p>
<p>keinen tag soll es geben</p>
<p>an dem du sagen musst</p>
<p>ich halte es nicht mehr aus</p>
<p>&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title></title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 11:31:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie oft enstehen im täglichen Zusammenleben Situationen, in denen auf ein Recht gepocht wird, es darum geht, dass etwas richtig ist. Und wie oft entstehen daraus Streit und Verdruss, verletzt eine(r) die/den andere(n). Die Scherbenhaufen sind groß, weltweit.
Jehuda Amichai, geb. 1924 in Würzburg als Ludwig Pfeuffer, schrieb das folgende Gedicht:

Der Ort, an dem wir recht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left">Wie oft enstehen im täglichen Zusammenleben Situationen, in denen auf ein Recht gepocht wird, es darum geht, dass etwas richtig ist. Und wie oft entstehen daraus Streit und Verdruss, verletzt eine(r) die/den andere(n). Die Scherbenhaufen sind groß, weltweit.</p>
<p style="text-align: left">Jehuda Amichai, geb. 1924 in Würzburg als Ludwig Pfeuffer, schrieb das folgende Gedicht:</p>
<h2></h2>
<h2><span style="color: #993300"><em>Der Ort, an dem wir recht haben</em></span></h2>
<p style="text-align: justify">
<p style="text-align: justify">An dem Ort, an dem wir recht haben,</p>
<p style="text-align: justify">werden niemals Blumen wachsen</p>
<p style="text-align: justify">im Frühjahr.</p>
<p style="text-align: justify">
<p style="text-align: justify">
<p style="text-align: justify">Der Ort, an dem wir recht haben,</p>
<p style="text-align: justify">ist zertrampelt und hart</p>
<p style="text-align: justify">wie ein Hof.</p>
<p style="text-align: justify">
<p style="text-align: justify">
<p style="text-align: justify">Zweifel und Liebe aber</p>
<p style="text-align: justify">lockern die Welt auf</p>
<p style="text-align: justify">wie ein Maulwurf, wie ein Pflug.</p>
<p style="text-align: justify">Und ein Flüstern wird hörbar</p>
<p style="text-align: justify">an dem Ort, wo das Haus stand,</p>
<p style="text-align: justify">das zerstört wurde.</p>
<p style="text-align: justify">
<p style="text-align: justify">
<p style="text-align: left"><em>1935 wanderte Jehuda Amichai mit der Familie aus nach Palästina. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er in der British Army, nach Kriegsende im Palästinakrieg für die Unabhängigkeit Israels. Er war Anwalt des Friedens und der Aussöhnung im Nahen Osten und arbeitete intensiv mit palästinensischen Autoren zusammen. </em><em>Jehuda Amichai</em><em> starb 2000 in Jerusalem.</em></p>
]]></content:encoded>
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